Teile, Maschinen und Werkzeuge werden im täglichen Einsatz häufig mit Öl, Fett und anderen organischen Rückständen verschmutzt. Herkömmliche, rein chemische Reiniger lösen diese Verunreinigungen zwar oft schnell, die Reinigungslösung kann sich dabei jedoch stark verändern und unangenehme Gerüche entwickeln.
Mikrobiologische Teilereiniger verfolgen einen anderen Ansatz: Neben der eigentlichen Reinigung unterstützen speziell ausgewählte Mikroorganismen den biologischen Abbau organischer Rückstände. MOST setzt dabei auf eine artenreiche Mischung natürlicher Mikroorganismen, die für unterschiedliche Reinigungsaufgaben entwickelt wird.

Was ist ein mikrobiologischer Teilereiniger?
Aktivität von Mikroorganismen. Diese Organismen können organische Substanzen wie Öl- und Fettrückstände als Nahrungsquelle nutzen und schrittweise abbauen.
Im Gegensatz zu einem rein chemischen Reiniger steht daher nicht nur das sofortige Lösen des Schmutzes im Mittelpunkt. Die Verschmutzung soll nach der Ablösung möglichst weiter biologisch verarbeitet werden. Das kann dazu beitragen, die Belastung der Reinigungslösung über längere Zeit zu reduzieren.
Nach den Produktinformationen von MOST GmbH & Co. KG bestehen die intelligenten Produkte aus einer selbstregulierenden Mischung von etwa 70 verschiedenen Stämmen. Verwendet werden ausschließlich natürlich vorkommende Mikroorganismen, die als Risikogruppe 1 nach TRBA eingestuft werden.
Wie wirken die Mikroorganismen?
Die Mikroorganismen arbeiten als Gemeinschaft. Je nach Art und Aufgabe können sie unterschiedliche organische Verbindungen verarbeiten. Dabei unterstützen sie die Mineralisation organischer Substanz, die Demineralisation von Ablagerungen und die natürliche Regulierung des pH-Milieus.
Die Wirkung wird in den Produktunterlagen unter anderem mit Einschlussflockung, mikrobiell gebildeten Multienzymkomplexen und photokatalytischen Effekten beschrieben. Außerdem sollen sich die Organismen durch selbst gebildete Schutzstoffe gegenseitig unterstützen und dadurch mit verschiedenen Stressfaktoren besser umgehen können.
Ein wichtiger Unterschied liegt in der Sauerstoffversorgung. Aerobe Mikroorganismen benötigen Sauerstoff. Bei einem Abbauprozess kann dieser jedoch knapp werden. Spezialisierte anaerobe Mikroorganismen können unter Sauerstoffmangel alternative Elektronenakzeptoren nutzen und den biologischen Abbau weiterführen.
Mikrobiologisch oder rein chemisch?
Rein chemische Teilereiniger können Verschmutzungen unmittelbar lösen. Sie enthalten jedoch keine lebenden Organismen, die gelöste organische Rückstände anschließend biologisch abbauen. Dadurch können sich Ölbestandteile in der Flüssigkeit anreichern und die Reinigungslösung mit der Zeit deutlich verändern.
Mikrobiologische Produkte setzen zusätzlich auf einen fortlaufenden biologischen Prozess. Dadurch kann sich die Lösung bei regelmäßiger Nutzung anders verhalten als eine rein chemische Variante.
Praxisnaher Vergleich mit Altöl
In einem qualitativen, praxisnahen Versuch wurde ein mikroorganismenhaltiger Teilereiniger mit einem rein chemischen Teilereiniger verglichen. Über einen Zeitraum von 25 Tagen wurde jeweils zwölfmal eine mit Altöl getränkte Holzschraube in die jeweilige Reinigungslösung getaucht. Der Versuch begann am 26.03.2021 und endete am 20.04.2021.
Dabei wurden vor allem drei sicht- und wahrnehmbare Kriterien betrachtet: die Ölschicht auf der Oberfläche, die Trübung beziehungsweise Färbung der wässrigen Phase und die Geruchsentwicklung.
Beobachtete Ergebnisse
Die Ergebnisse stammen aus einem qualitativen Vergleich unter den beschriebenen Versuchsbedingungen. Sie ersetzen keine normierte Laborprüfung und lassen sich nicht ohne Weiteres auf jede Anwendung, Dosierung oder Verschmutzungsart übertragen.
Welche Vorteile kann ein mikrobiologischer Teilereiniger bieten?
Für welche Anwendungen ist das Konzept interessant?
Mikrobiologische Reiniger können überall dort interessant sein, wo organische Verschmutzungen regelmäßig anfallen und nicht nur kurzfristig gelöst, sondern möglichst weiter abgebaut werden sollen.
Anwendung in der Praxis
Die konkrete Anwendung richtet sich immer nach dem jeweiligen Produkt, der Verschmutzung und dem zu reinigenden Material. Für ein gutes Ergebnis sollte die Reinigungslösung sauber angesetzt und nach den Herstellerangaben eingesetzt werden.

Warum die Artenvielfalt entscheidend sein kann
Für den biologischen Abbau ist nicht jede Mikroorganismenart unter allen Bedingungen gleichermaßen geeignet. In einer Reinigungslösung können sich Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Salzkonzentration und Schadstoffbelastung verändern.
Die Produktunterlagen von MOST GmbH & CO. KG beschreiben deshalb eine Gemeinschaft aus aeroben und anaeroben Organismen. Während aerobe Organismen mit Sauerstoff arbeiten, können anaerobe Spezialisten den Abbau unter sauerstoffarmen Bedingungen fortsetzen. Dadurch soll ein möglichst vollständiger mikrobieller Abbau auch in sauerstofffreien Zonen unterstützt werden.
Sicherheit und wichtige Hinweise
Die Angaben zur Risikogruppe 1 beziehen sich auf die im Produktdokument beschriebenen Mikroorganismen. Für die sichere Anwendung müssen dennoch immer das aktuelle Etikett, das Sicherheitsdatenblatt und die Herstellerhinweise des konkreten Produkts beachtet werden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu einem chemischen Teilereiniger?
Ein rein chemischer Reiniger löst Verschmutzungen vor allem durch seine chemischen Bestandteile. Ein mikrobiologischer Teilereiniger kombiniert die Reinigung mit Mikroorganismen, die organische Rückstände anschließend biologisch abbauen können.
Bauen Mikroorganismen Öl tatsächlich ab?
Mikroorganismen können bestimmte organische Substanzen unter geeigneten Bedingungen biologisch abbauen. Im beschriebenen qualitativen Versuch nahm die sichtbare Ölschwimmschicht beim mikroorganismenhaltigen Produkt ab. Das Dokument wertet dies als Hinweis auf einen Abbau.
Wie schnell wirkt ein mikrobiologischer Reiniger?
Die Wirkung hängt von Produkt, Temperatur, Konzentration, Verschmutzung, pH-Wert und Sauerstoffversorgung ab. Im Vergleich zu einer rein chemischen Sofortwirkung kann der biologische Abbau Zeit benötigen.
Sind die Mikroorganismen gefährlich?
Im Produktdokument werden die ausgewählten natürlich vorkommenden Mikroorganismen als Risikogruppe 1 nach TRBA beschrieben. Trotzdem müssen die aktuellen Sicherheitsinformationen des konkreten Produkts beachtet werden.
Kann die Reinigungslösung mehrfach verwendet werden?
Der Versuch deutet darauf hin, dass sich ein mikroorganismenhaltiges Produkt über den Beobachtungszeitraum anders stabilisieren kann als ein rein chemisches Produkt. Ob und wie lange eine Lösung im konkreten Betrieb verwendet werden kann, hängt jedoch von Produkt, Belastung und Herstellerangaben ab.
Fazit
Mikrobiologische Teilereiniger verfolgen einen nachhaltigen Wirkansatz: Verschmutzungen werden nicht nur gelöst, sondern können durch speziell ausgewählte Mikroorganismen weiter biologisch abgebaut werden. Die von MOST GmbH & Co. Kg beschriebene Mischung aus rund 70 natürlichen
aeroben und anaeroben Mikroorganismen soll dabei auch unter wechselnden Sauerstoffbedingungen wirksam bleiben.
Der qualitative Vergleich mit einer rein chemischen Reinigungslösung zeigte beim mikroorganismenhaltigen Produkt eine abnehmende Ölschwimmschicht, eine vergleichsweise konstante wässrige Phase und eine über fünf Wochen nahezu gleichbleibende Geruchsentwicklung. Diese Beobachtungen sind als praxisnaher Hinweis zu verstehen und nicht als allgemein gültiger Labornachweis.
Sie möchten Öl- und Fettrückstände nicht nur lösen, sondern den biologischen Abbau unterstützen? Informieren Sie sich über den mikrobiologischen Teilereiniger von MOST.
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